Was ist GDI?

Die Abkürzung „GDI“ steht für den Begriff der Geodateninfrastruktur und bezeichnet ein digitales Online-Netzwerk zum Austausch von Daten mit räumlichen Informationen, (Geodaten) zum Bsp. Bebauungspläne, Naturschutzgebiete und Luftbilder, welche über einen zentralen Zugangspunkt, meist über eine Internetplattform (Geoportal), dem Nutzer durch verschiedene Dienste (Geodatendienste) zugänglich gemacht werden.

Sowohl öffentliche (Bund, Land, Kommune) als auch private Anbieter (verschiedene Unternehmen) stellen die entsprechenden Geodaten zur Verfügung. Ein Nutzer der Geodaten könnte zum Beispiel ein Bürger sein, welcher ein Bauvorhaben (Neubau eines Wohnhauses) plant und sich vorab über ein Geoportal den entsprechenden Bebauungsplan zu seinem Grundstück anschauen möchte.

Damit die Geodaten und Geodatendienste genau ermittelt, in Verzeichnisse aufgenommen und genutzt werden können, werden diese durch strukturierte Daten mit Informationen (Metadaten) beschrieben.

Eine GDI besteht also aus technischen Bestandteilen (Geodaten, Metadaten, Geodatendiensten), organisatorischen Bestandteilen (zum Bsp. Arbeitsgemeinschaften der Kommunen wie die GDI des Vogelsbergkreises) und orientiert sich außerdem an rechtlichen Vorgaben (Verträge und Richtlinien).

Die Europäische Union unterstützt den Aufbau einer Geodateninfrastruktur durch die INSPIRE-Richtline, welche durch das Europäische Parlament und den Rat der Europäischen Union erlassen wurde und von den Mitgliedsstatten in nationales Recht umgesetzt wurde.

Die INSPIRE-Richtlinie (INfrastructure for SPatial InfoRmation in Europe = Geodateninfrastruktur in der Europäischen Gemeinschaft) legt den rechtlichen Rahmen für den Aufbau der Geodateninfrastrukturen fest und fordert in der Praxis eine einheitliche Beschreibung der Geodaten und deren Bereitstellung im Internet.

Übersicht über die wichtigsten Begriffe